Anscheinend glauben manche Menschen hierzulande, dass Google in Street View in der Lage ist, im Internet Echtzeitbilder zu liefern, so à la Webcam, live über Satelit, auch bei bedecktem Himmel. Auf jeden Fall scheint dies der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Herr Rainer Wendt, zu glauben, anders kann ich mir zumindest seine Äusserungen nicht erklären: „Durch den neuen Internetdienst können Kriminelle die Objekte in aller Seelenruhe betrachten. Sie können sehen: Wie ist das Haus gesichert?“ und: "Es ist rechtlich unklar, ob eine virtuelle Streifenfahrt möglich ist." Unter dem Aspekt wird die Hysterie um Street View verständlich. (Quelle: faz, ungefähr in der Mtte des Artikels).
Natürlich ist diese Vorstellung kompletter Blödsinn: Google Street View besteht aus Standbildern, die zum Teil bis zu 2 Jahre alt sind. Einen Einbruch sondieren mit Bildern, von denen niemand weiß wie alt sie sind? Streife fahren in einer Welt aus alten 2 Jahre alten Kulissen?
Ich fürchte, dass Hr Wendt hier nicht mal bewußt Panik schürt, sondern dass er meint was er sagt. Und damit zeigt, dass er Google Street View noch nie gesehen und sich kein bisschen informiert hat.
Wer sich ein wenig besser informieren will:
Von Peter am 16.08 um 15:07 Uhr. Kategorie: Netzwelt | Rechtliches
2006 während der Fußballweltmeisterschaft bin ich in Urlaub gefahren.Gleich am ersten Tag bin ich angerufen worden weil in meine Wohnung eingebrochen wurde. Das haben die auch ohne Google-Streetview hinbekommen.
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