Bei Basic Thinking läuft gerade eine interessante Diskussion über Urheberrechte und Verwertungsrechte bei PodCasts bzw. Youtube-Videos, an der ich mich auch beteilige. Die meisten Menschen dürften kaum eine Vorstellung davon haben, wieviele verschiedene Rechte durch eine Videovertonung tangiert werden und welch teuren Fehler man dabei machen kann. Bisher war das weiter kein Problem: Videovertonung waren eine Angelegenheit von Fachleuten, die seitens der Verlage durch eine Rechtsabteilung unterstützt wurden. in Zeiten von Youtube und Podcasting ist das aber ganz anders geworden.
Mittlerweile kann jeder mit minimalen Mitteln eigene Videos erstellen und diese ganz einfach mit Musik hinterlegen. Wie schnell erfolgt hier der Griff zur Musiksammlung, wird der aktuelle Lieblingssong ausgewählt, ins Video eingebaut und auf Youtube hochgeladen oder als Podcast angeboten. Und genau das kann sehr böse ins Augen gehen! Nicht nur die GEMA muss berücksichtigt werden sondern auch und vor allem die Publikations- und Bearbeitungsrechte der Musiklabels spielen eine Rolle – und diese sind in der Regel viel schwerer zu bekommen und vor allem viel teurer als die GEMA-Gebühren.
Mehr dazu in der Diskussion bei Basic Thinking. Sehr empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Seite iRights.info bzw. deren Publikation »Urheberrecht im Alltag«, die über die Bundeszentrale für Politische Bildung für ganze 2,- Euro bestellt werden kann.
»Urheberrecht im Alltag« von der Bundeszentrale für Politische Bildung gibt es jetzt auch als PDF (14,4MB) für den Download.
Von Peter am 15.06 um 23:07 Uhr. Kategorie: Netzwelt | Rechtliches
Trackback-URL: http://www.lisardo.de/trackback/782/RrR93RXw/